1. Tennisdamen gewinnt deutlich und verliert am grünen Tisch
Am vergangenen Donnerstag trat die 1. Tennisdamen um 09:00 Uhr auswärts beim Kölner HTC Blau-Weiss an und erlebte in der Mittelrheinliga einen seltenen Spieltag: Auf dem Platz lief vieles für den MSC, in der offiziellen Wertung am Ende alles gegen ihn. Vor der Partie stand die Mannschaft mit 4:0 Teamzählern auf Tabellenplatz drei, Blau-Weiss ging mit 2:2 Teamzählern und Rang vier in das Duell. Sportlich wurde daraus ein klarer Auftritt der Gelb-Schwarzen. Offiziell aber steht eine 0:9-Niederlage.
In den Einzeln legte die 1. Tennisdamen zunächst die Grundlage für einen deutlichen Auswärtserfolg. Augustina Chlpac gewann mit 6:0 und 6:3, Anastasiya Kuparev setzte sich nach engem Verlauf mit 6:4, 6:7 und 10:6 durch. Anna Burchak ließ beim 6:1 und 6:0 wenig anbrennen, Victoria Reker gewann ebenfalls souverän mit 6:1 und 6:1. Leonie Kulik verlor mit 2:6 und 3:6, Yulia Monakhova musste sich nach Match-Tiebreak mit 7:6, 4:6 und 6:10 geschlagen geben. Nach den Einzeln stand damit sportlich ein 4:2 für den MSC.
Auch in den Doppeln blieb die 1. Tennisdamen auf Kurs. Augustina und Anastasiya gewannen klar mit 6:1 und 6:0, Anna und Victoria legten mit 6:0 und 6:3 nach. Leonie und Yulia verloren ihr Doppel mit 1:6 und 0:6. Auf dem Spielbogen sah das nach einem 6:3-Auswärtssieg aus.
Doch nach Offenlegung der Einzel-Aufstellung wurde der Einsatz nicht spielberechtigter Spielerinnen festgestellt. Laut Spielleiter-Bemerkung wurde die Partie wegen eines Verstoßes nach § 5 zur Zulassung von Ausländerinnen der TVM-WSPO und nach § 27 zum Einsatz nicht spielberechtigter Spielerinnen mit 0:9 gegen den MSC gewertet. Der MSC weist darauf hin, dass Yulia Monakhova nach eigener Auffassung die Kriterien für eine Gleichstellung erfüllt, eine entsprechende Kennzeichnung jedoch nicht aus der Meldeliste hervorgeht. Der Verein kontaktiert dazu im Nachgang Wettspielleitung und Geschäftsstelle.
»Bitter: hoch gewonnen, und doch verloren.« So lässt sich dieser ungewöhnliche Spieltag zusammenfassen, an dem für die Tabelle nicht der sportliche Verlauf zählt, sondern die offizielle Wertung. Nach drei beendeten Spielen steht die 1. Tennisdamen nun bei 4:2 Teamzählern. Es ist ein Rückschlag eigener Art: nicht ausgespielt, sondern entschieden auf einer Ebene, auf der keine Vorhand mehr hilft.
Grafik & Fotos: Ronny Edelstein






























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