2. Tennisherren bleibt auf der Erfolgsspur
Mit positiver Körpersprache
Um 9 Uhr morgens, als die 2. und 3. Tennisherren ihre Spiele starten sollten, legte das Wetter ein Veto ein: Dauerregen, Prognose anhaltend. Für die 2. Tennisherren stand ein echter Showdown auf dem Programm. Zu Gast war unser Nachbar, die Herrenmannschaft vom Tennisclub Rodenkirchen – in deren Meldeliste tauchte der erste deutsche Spieler erst auf Position 19 auf. Pünktlich zum Start stand der Tabellenführer der Mittelrheinliga vom TCR mit seinen Soldaten aus der »Fremdenlegion« salutierend auf der Matte: ein Franzose, vier Holländer und die Nummer sechs aus der Ukraine. Also ab in die Halle!
Hm … stimmt ja: Bloß die Herren 55 der Regionalliga waren für 11 Uhr angesetzt – eigentlich mit Hallenvorrecht. Doch sie winkten ab, wollten verschieben und lieber draußen spielen. Also startete unsere Tenniszweite das Duell mit dem Nachbarn in der Halle. Die Tennisdritte verabschiedete ihre Gegner auf ein andermal, bestellte sich ein paar Getränke und ging als Zuschauerin in die Halle.
Vielleicht war das ein kleiner Vorteil für manche Spieler, für andere hingegen nicht. Das erste »Common!« ertönte an Position 6: David Korsten holte mit seinen Assen den ersten Punkt für den MSC. Als Zweiter brüllte Nils Sieben an Position vier seine Siegfreude heraus. Nur Philipp Bosse musste sich – trotz Matchbällen – im Matchtiebreak mit 11:13 geschlagen geben.
In der letzten Einzelrunde legte Lars Lotter-Becker mit einem kraftvollen »Common!« vor und sicherte den nächsten Punkt für den MSC. Andreas Seidel knüpfte zunächst an und ging gegen seinen holländischen Gegner früh in Führung. Mit Kreativität, Spielwitz, Explosivität und beeindruckender Wendigkeit begeisterte er das sparsame Publikum, doch der erste Satz ging dennoch verloren. Auch im zweiten blieb das Match offen, doch im Tiebreak hatte am Ende der Gegner die Nase vorn.
Ähnlich erging es Julius Seifert. Er musste sich auf lange Ballwechsel einlassen, doch sein französischer Kontrahent bewies starke Nerven. Immer wieder war es Julius’ Vorhand, die den Ball knapp ins Aus oder in die Netzkante setzte.
Nach der Einzelrunde stand es 3:3. Nun musste das Doppel die Entscheidung bringen. Doch wie bloß aufstellen? Beide Teams entschieden sich für eine 7er-Kombination. Mit einem Unterschied: Die Gäste stellten ihre Nummer eins ins zweite Doppel – die MSCer ins erste.
Eine Begegnung, die enger kaum hätte sein können, doch strategisch machten die Gelbschwarzen alles richtig. Julius Seifert gewann an der Seite von Andy Seidel klar das erste Doppel, während Philipp Bosse an der Seite von Lars Lotter-Becker alle Hände voll zu tun hatte. Doch in einem engen Matchtiebreak machten die MSCer den Sieg gegen den Tabellenführer perfekt. Das dritte Doppel ging für Nils Sieben und David Korsten leider knapp verloren, doch der Sieg über den Nachbarn wurde zum Symbol geschlossener Mannschaftsstärke: »Sechs deutsche Spieler gegen sechs ausländische – und am Ende zählt die Geschlossenheit: Großen Glückwunsch ans gesamte TEAM!«, gratulierte Coach Andreas Schute nach dem Spiel.
Der Sieg beschert der Tenniszweiten zwar noch nicht die Tabellenführung, festigt aber punktgleich Platz zwei in der Mittelrheinliga. Die Nachbarn aus Rodenkirchen haben das bessere Matchpunkte-Verhältnis, zwei Spiele stehen nach den Sommerferien noch aus. Am 7. September ist die Tenniszweite beim TK Blau-Weiss Aachen zu Gast, dort trifft sie auf den Tabellenverfolger, die 2. Tennisherren des Gastgebers. Es bleibt also spannend.
Fotos & Grafik: Ronny Edelstein (Archiv)

































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