2. Bundesliga2025DTBTennis

Elektrisierende Tennismomente im Forstbotanischen Garten

Gänsehaut pur: Vom ersten bis zum letzten Schlag wurden die Nerven der Zuschauer im Marienburger Sport-Club auf eine harte Probe gestellt. Am Freitag, dem 18. Juli, war der amtierende Tabellenführer der 2. Bundesliga zu Gast im Forstbotanischen Garten – die Herren des Tennis-Clubs SCC Berlin. Auf der Meldeliste der Gäste aus Berlin-Charlottenburg standen große Namen: An Position drei etwa Daniel Masur, die aktuelle Nummer 449 der ATP-Weltrangliste.

Doch die Gelbschwarzen hatten bereits in ihrem Debütspiel eine Woche zuvor ein Ausrufezeichen gesetzt. Das in ihnen schlummernde Potenzial? Es wirkte, als hätte es nur auf diesen Moment gewartet, um sich endlich zu entfalten.

Die Startmannschaft des Marienburger Sport-Club 1920 Köln bei der Teampresentation, v. l. n. r.: David Korsten, Nils Sieben, Philipp Bosse, Julius Seifert, Yannic Nittmann, Christian Hansen, Lorenzo Bocchi, John Sperle, Buvayasar Gadamauri und Coach Dirk Hortian.

Die Startmannschaft des Marienburger Sport-Club 1920 Köln bei der Teampresentation, v. l. n. r.: David Korsten, Nils Sieben, Philipp Bosse, Julius Seifert, Yannic Nittmann, Christian Hansen, Lorenzo Bocchi, John Sperle, Buvayasar Gadamauri und Coach Dirk Hortian.


Die Startmannschaft des Tennis-Club SCC Berlin-Charlottenburg bei der Teampresentation, v. l. n. r.: Sportwart Herren Jens Thron, Trainer Mats Oleen, Nicaise Muamba, Markus Malaszszak, Benito Jaron Sanchez Martinez, Imanol Lopez Morillo, Daniel Masur, Federico Bondioli, Nikolas Sanchez Izquierdo.

Die Startmannschaft des Tennis-Club SCC Berlin-Charlottenburg bei der Teampresentation, v. l. n. r.: Sportwart Herren Jens Thron, Trainer Mats Oleen, Nicaise Muamba, Markus Malaszszak, Benito Jaron Sanchez Martinez, Imanol López Morillo, Daniel Masur, Federico Bondioli, Nikolas Sanchez Izquierdo.


Das DTB-Schiedsrichterteam beim zweiten Bundesliga-Heimspiel der 1. Tennisherren gegen den TC SSC Berlin-Charlottenburg am 18.07.2025 im Forstbotanischen Garten – unter der Leitung von Oberschiedsrichter Dietrich Fietkau (Mitte).

Das DTB-Schiedsrichterteam beim zweiten Bundesliga-Heimspiel der 1. Tennisherren gegen den TC SSC Berlin-Charlottenburg am 18.07.2025 im Forstbotanischen Garten – unter der Leitung von Oberschiedsrichter Dietrich Fietkau (Mitte).


Bereits während der Teampräsentation und der Begrüßungsworte von MSC-Geschäftsführer Lars Nierfeld – gerichtet an das eintreffende Publikum und die MSC-Sponsoren – füllte sich die Anlage zusehends. Punkt 13 Uhr fiel dann der Startschuss: Der Spieltag begann bei perfekten Tennisbedingungen.


John Sperle geht volles Risiko – und wird belohnt: Mit seinem Sieg über den Italiener Federico Bondioli holt er den ersten Punkt für den Marienburger Sport-Club Köln.

John Sperle geht volles Risiko – und wird belohnt:

Mit seinem Sieg über den Italiener Federico Bondioli holt er den ersten Punkt für den Marienburger Sport-Club Köln.

Federico Bondioli liefert einen Riesenfight: Der italienische Linkshänder muss sich im Duell der Lefties MSC-Spieler John Sperle geschlagen geben.

Federico Bondioli liefert einen Riesenfight:

Der italienische Linkshänder muss sich im Duell der Lefties MSC-Spieler John Sperle geschlagen geben.

Erst klopfen, dann knallen

Für den MSC ging John Sperle (Jahrgang 2002) an Position zwei ins Rennen. Schon im Auftaktspiel hatte er mit einem Sieg gegen einen spanischen Gegner überrascht und sich damit direkt in die Herzen der MSCer gespielt. Auch diesmal versprach das Duell Spannung: Gegenüber stand der großgewachsene, schmal gebaute Italiener Federico Bondioli – gerade mal 20 Jahre alt, auf Platz 413 der ATP-Weltrangliste. Ein harter Brocken.

Und tatsächlich: Bondioli holte sich mit 6:3 den ersten Satz und untermauerte seine Position in der Weltrangliste. Doch Johnny hatte noch lange nicht aufgegeben. Er klopfte sich zweimal mit der Faust auf die Brust – und zündete die nächste Stufe. Früh holte er sich das Break, servierte zum Satzausgleich und hatte sogar den Satzball auf dem Schläger. Sein Smash bleibt aber im Netz hängen. Satztiebreak. Sperle ist bekannt für starke Nerven – und braucht sie jetzt. Auf Messers Schneide kämpft er sich zum Satzball. Bondioli verzieht. 8:6 – Satzausgleich!

Die Entscheidung fällt im Matchtiebreak. Wieder klopft Johnny sich das MSC-Logo auf die Brust. Zweimal. Dann ruft er sich etwas zu – ein Satz, der eher wie ein Aufruf zur Ostereiersuche klang als nach ernsthafter Sportpsychologie. Schrullig, selbstironisch, typisch Johnny. Dann geht’s los. Er legt los wie die Feuerwehr, geht schnell in Führung. Beide Lefties schenken sich nichts, jagen sich mit irrem Tempo von Ecke zu Ecke. Kein Sicherheitsdenken – nur Mut, nur Risiko. Und Johnny punktet, feiert, lebt. Das Publikum tobt.

Mit 10:5 holt er den ersten Punkt für den MSC. Die erste große Überraschung – und nicht die letzte an diesem Tag.


Christian Hansen kämpft mit Herz: Der MSC-Kapitän begeistert das Publikum, unterliegt aber dem Spanier Imanol López Morillo nach hartem Duell.

Christian Hansen kämpft mit Herz:

Der MSC-Kapitän begeistert das Publikum, unterliegt aber dem Spanier Imanol López Morillo nach hartem Duell.

Imanol López Morillo mit Siegerpose: Der Spanier kennt jede Kamera und sendet eine klare Botschaft – er ist gekommen, um zu gewinnen.

Imanol López Morillo mit Siegerpose:

Der Spanier kennt jede Kamera und sendet eine klare Botschaft – er ist gekommen, um zu gewinnen.

Kapitän mit Kämpferherz

Teamcaptain Christian Hansen (Jahrgang 1988) traf auf den zehn Jahre jüngeren Spanier Imanol López Morillo, der bei den Gästen an Position vier gemeldet war. Es entwickelte sich ein Duell auf Augenhöhe – ein echter Fight, geprägt von langen Ballwechseln und viel taktischem Gespür.

Hansen, Publikumsliebling und MSCer mit Leib und Seele, stand wie so oft im Zentrum der Aufmerksamkeit. Seit seiner Jugend schlägt sein Herz für den Club – und viele Zuschauerinnen und Zuschauer am Rand, die ihn über Jahre für seine unbeirrbare Tenazität gefeiert hatten, zitterten auch diesmal mit ihm mit.

Doch gegen die wuchtigen Grundschläge des grimmig blickenden Spaniers fand er kein wirksames Mittel. Mit 6:2, 6:2 ging der Punkt an Lopez Morillo – aber der Applaus galt am Ende auch dem Kämpfer aus Köln.


Julius Seifert liefert: In einem nervenzerrenden Duell gegen Markus Malaszszak geht er über die Extrameile – und gewinnt.

Julius Seifert liefert:

In einem nervenzerrenden Duell gegen Markus Malaszszak geht er über die Extrameile – und gewinnt.

Markus Malaszszak ist bis zum letzten Schlag auf Siegkurs: Doch Julius bleibt eiskalt – und zwingt den Berliner mit Nerven aus Stahl zum entscheidenden Fehler.

Markus Malaszszak ist bis zum letzten Schlag auf Siegkurs:

Doch Julius bleibt eiskalt – und zwingt den Berliner mit Nerven aus Stahl zum entscheidenden Fehler.

Nerven wie Drahtseile: Seifert holt Punkt zwei

An Position sechs der MSC-Mannschaft ging diesmal Julius Seifert (Jahrgang 2003) an den Start. Sein Gegner: Markus Malaszszak (2004), gemeldet unter thailändischer Flagge. Im Debütdoppel an der Seite von Johnny hatte Julius zuletzt den zweiten Punkt für den MSC geholt. Nun folgte sein Einzeleinsatz – und er war bereit zu zeigen, was in ihm steckt.

Dass er nach Monaten im College-Tennis in den USA wieder auf dem Sand angekommen war, zeigte er eindrucksvoll im ersten Satz: 6:4. Konzentriert, dynamisch, mit dem richtigen Händchen.

Im zweiten Satz musste er jedoch ein Break hinnehmen und den Satz an seinen Gegner aus Berlin abgeben. Es folgte der zweite Matchtiebreak des Tages – ein nervenaufreibendes Hin und Her. Matchbälle auf beiden Seiten, mal einer für Julius, mal einer gegen ihn. Beim Stand von 14:13 flogen die Bälle gefühlt Hunderte Male übers Netz – mit Mut und Herz, aber auch mit Bedacht.

Es war eine physisch wie psychisch kräftezehrende Prüfung. Julius blieb stabil, kämpfte weiter – und wurde belohnt: Der Berliner verzieht den letzten Ball. Mit 15:13 holt Seifert den zweiten Punkt für den MSC. Ein hart erarbeiteter, emotionaler Sieg.


Buvaysar Gadamauri ist zurück: Mit seiner einhändigen Rückhand fegt er nach Verletzungspause im Eiltempo über den erfahrenen Spanier Nikolas Sanchez Izquierdo hinweg.

Buvaysar Gadamauri ist zurück:

Mit seiner einhändigen Rückhand fegt er nach Verletzungspause im Eiltempo über den erfahrenen Spanier Nikolas Sanchez Izquierdo hinweg.

Nikolas Sanchez Izquierdo bleibt stark, aber chancenlos: Der Spanier wirft alles in die Waagschale, doch Buvaysar Gadamauri diktiert das Spiel.

Nikolas Sanchez Izquierdo bleibt stark, aber chancenlos:

Der Spanier wirft alles in die Waagschale, doch Buvaysar Gadamauri diktiert das Spiel.

Zurück auf dem Court: Gadamauris »Tractatus Philosophicus«

In der zweiten Einzelrunde ging zunächst Buvaysar Gadamauri (Jahrgang 2000) aus Belgien für den MSC ins Rennen. Beim ersten Spiel fünf Tage zuvor hatte er verletzungsbedingt nach dem ersten Satz aufgeben müssen. Doch schon am Donnerstag testete er seine Belastbarkeit mit zwei aufeinanderfolgenden Trainingseinheiten – der Belastungstest war bestanden.

So startete Buvaysar auf Position eins gegen den Spanier Nikolas Sanchez Izquierdo (1999), der für den SCC Berlin gemeldet war.

Seine äußerliche Ähnlichkeit mit Sokrates verleitet leicht zu einem philosophischen Traktat, doch Buvaysar hatte an diesem Tag keine Muse für Philosophie. Stattdessen stellte er auf Tempo um: Immer wieder setzte er seinen Gegner mit Longline-Schlägen aus seiner eleganten, einhändigen Rückhand unter Druck.

Nach einem rasanten 6:0 im ersten Satz fand der Spanier zwar besser ins Spiel, konnte Buvaysars Athletik und Spielwitz aber nicht entscheidend kontern. Auch der zweite Satz ging mit 6:3 an den MSCer – und damit der dritte Punkt an das Heimteam.

Der MSC führte 3:1. Was für eine Überraschung!


Lorenzo Bocchi bleibt Herr der Lage: Mit Spielwitz, Präzision und Forza setzt er sich gegen den Berliner Tennisstar Daniel Masur durch.

Lorenzo Bocchi bleibt Herr der Lage:

Mit Spielwitz, Präzision und Forza setzt sich der Italiener gegen den Berliner Tennisstar Daniel Masur durch.

Daniel Masur findet kein Mittel: Nicht sein bester Tag – und dazu ein Gegner, der das Match von Beginn an kontrolliert: Lorenzo Bocchi.

Daniel Masur findet kein Mittel:

Nicht sein bester Tag – und dazu ein Gegner, der das Match von Beginn an kontrolliert: Lorenzo Bocchi.

Forza Lorenzo: Bocchi besiegt Masur

Der Italiener Lorenzo Bocchi (Jahrgang 1997) traf auf Position drei auf den deutschen Tennisprofi Daniel Masur – laut ATP-Weltrangliste immerhin weltweit auf Rang 449. Und die Welt ist bekanntlich groß.

Doch Bocchi ließ sich davon nicht beeindrucken. Im ersten Satz fand er sofort zu seinem Spiel und entschied ihn souverän mit 6:2 für sich. Im zweiten Satz stemmte sich Masur mit aller Kraft gegen die drohende Niederlage. Doch Lorenzo zeigte Forza, blieb ruhig, konzentriert – und holte sich die entscheidenden Punkte. 7:5.


Yannic Nittmann geht in die Knie – und bleibt aufrecht: Noch fehlt ihm die Routine – doch sein Einsatz, seine Haltung, sein Talent sprechen für die Zukunft.

Yannic Nittmann geht in die Knie – und bleibt aufrecht:

Noch sammelt er Erfahrung – doch sein Einsatz, seine Haltung, sein Talent sprechen für die Zukunft.

Benito Jaron Sanchez Martinez – jung, fokussiert, erfolgreich: In der zweiten Einzelrunde ist er der Einzige, der für das Team punktet. Ein Lichtblick mit Haltung und Nervenstärke.

Benito Jaron Sanchez Martinez – jung, fokussiert, erfolgreich:

In der zweiten Einzelrunde ist er der Einzige, der für das Team punktet. Ein Lichtblick mit Haltung und Nervenstärke.

Noch nicht ganz angekommen: Yannic Nittmann sammelt Erfahrung

Der Jüngste im Kader, Yannic Nittmann (Jahrgang 2007), braucht noch ein wenig Zeit, um in der 2. Bundesliga Fuß zu fassen. In seinem Debütspiel vor fünf Tagen zeigte er sich selbstkritisch und unzufrieden. Nun trat er erneut an – diesmal auf Position fünf – und stellte sich dem Berliner Benito Jaron Sanchez Martinez (2002). Beide rangieren auf Platz 52 der deutschen Rangliste, allerdings in unterschiedlichen Altersklassen.

Yannic zeigte, dass er sich entwickelt, dass er ankommt – aber der Respekt vor dem Gegner schien ihm noch etwas im Weg zu stehen. Sein erfahrener Kontrahent war stets einen Schritt voraus und entschied die wichtigen Punkte meist für sich.

Nach einem 2:6 im ersten Satz aus Sicht des jungen MSCers erhöhte Yannic den Einsatz und wurde mutiger, frecher – doch es reichte nicht. Der Berliner blieb stabil, gewann auch den zweiten Satz – und damit den letzten Einzelpunkt des Tages für die Gäste.


Zeit zum Showdown: MSC-Platzwart Valentin Iosub bereitet die Plätze für die anstehenden Doppel vor.

Zeit zum Showdown: MSC-Platzwart Valentin Iosub bereitet die Plätze für die anstehenden Doppel vor.


Ein Eis auf Kosten der Sponsoren: »Cologne Smiles« spendiert jedem Jugendlichen ein Eis – während dieses Spiels in der wunderbaren Kulisse des Forstbotanischen Gartens.

Ein Eis auf Kosten der Sponsoren: »Cologne Smiles« spendiert jedem Jugendlichen ein Eis – während dieses Spiels in der wunderbaren Kulisse des Forstbotanischen Gartens.


Doppel mit Risiko: Siebener-Kombi wird zur Höllenfahrt

Was danach kam, glich einer Höllenfahrt – für die Spieler auf dem Platz ebenso wie für das Publikum am Rand. Wieder entschieden sich die Kölner für eine Siebener-Kombination. Im ersten Doppel traten Julius Seifert und John Sperle gemeinsam an – ein eingespieltes Team, das bereits fünf Tage zuvor den bislang größten Doppelerfolg gefeiert hatte. Auf der anderen Netzseite: der Italiener Federico Bondioli, der im Einzel an Johnny gescheitert war, nun an der Seite des erfahrenen Daniel Masur.

Doch die MSCer starteten stark und sicherten sich den ersten Satz. Bondioli, offenbar auf Revanche aus, drehte mit Masur im zweiten Satz auf – 1:6 aus Sicht der Kölner. Und so musste auch dieses Doppel im vierten Matchtiebreak des Tages entschieden werden. Genau wie beim letzten Mal. Die Zuversicht war groß, dass Julius und Johnny es erneut „wuppen“ würden.

Doch diesmal fehlte das Quäntchen Glück: Mit 11:9 ging das Matchtiebreak an die Berliner, die damit erstmals in Führung gingen.


Der Ball ist aus: Mit der finalen Entscheidung des DTB-Stuhlschiedsrichters geht das erste Doppel an die Berliner verloren.

Der Ball ist aus:

Mit der finalen Entscheidung des DTB-Stuhlschiedsrichters geht das erste Doppel an die Berliner verloren.

Doppelkrimi mit doppeltem Wunder

Im zweiten und dritten Doppel entwickelte sich ein echter Krimi. Beide MSC-Teams mussten gewinnen – andernfalls wäre die Chance auf die ersten Matchpunkte in der 2. Bundesliga dahin gewesen.

Im zweiten Doppel stieg der Aufschlagriese David Korsten gemeinsam mit Buvaysar Gadamauri ins Geschehen ein. Ihnen gegenüber stand eine spanisch anmutende Berliner Paarung: Nikolas Sanchez Izquierdo aus Spanien und der Deutsche Benito Jaron Sanchez Martinez.

Parallel dazu versuchten die Routiniers Christian Hansen und Lorenzo Bocchi im dritten Doppel, dem Duo aus Nicaise Muamba (Kanada) und Markus Malaszszak Paroli zu bieten.

Doch zunächst sah es düster aus: Beide ersten Sätze gingen an die Gegner. Die Hoffnungen schienen zu verpuffen. Doch dann geschah ein kleines Wunder – sogar zwei.

David und Buvaysar holten sich den zweiten Satz mit 6:4. Christian und Lorenzo drehten den Satz im Tiebreak – 7:6. Halleluja! Alles war wieder drin. Die Karten wurden neu gemischt. 


Elektrisierende Momente: So viel Tennisverstand auf einem Fleck – die Spannung vor den beiden entscheidenden Doppeln war mit Händen zu greifen.

Elektrisierende Momente:

So viel Tennisverstand auf einem Fleck – die Spannung vor den beiden entscheidenden Doppeln war mit Händen zu greifen.

Finale Ekstase auf beiden Plätzen

Das Publikum wandte den Blick ständig von einem Platz zum anderen – kaum jemand behielt den Überblick über beide Partien. Ein Karussell im Kopf, in den Herzen, in den Beinen. Der Spielstand in beiden Matchtiebreaks war eng. Verdammt eng. Ein einziger Punkt trennte die vier Spielerpaare von Sieg oder Niederlage. Hin und her. Mal die Kölner, mal die Berliner.

Als David und Buvaysar den Matchball zum 11:9 versenkten, dämmerte bereits der Abend – doch das Publikum war längst im Delirium. Konnte es sein, dass hier gerade etwas Großes passierte? Etwas Historisches? War so eine Überraschung überhaupt möglich? Ein Wunder, mit dem niemand gerechnet hatte?

Auf dem letzten Platz kämpften Christian und Lorenzo weiter – 11:11. Ein Punkt vor, einer zurück. Dann, beim 14:13, geschah das Wunder: Die beiden MSCer holten den Sieg.

Schläger flogen durch die Luft. Aus Freude. Aus Frust. Es waren elektrisierende Momente im MSC, wie wir sie in dieser Intensität bisher nur aus der Hockey-Bundesliga kannten. Nun auch im Tennis. Gerade eben. Hier.

Mit dem 5:4-Erfolg klettert der MSC auf Platz sechs der Tabelle der 2. Bundesliga Nord – und sichert sich die ersten wichtigen Punkte im Kampf um den Klassenerhalt.

Klasse Leistung, Männer – es hat mal wieder richtig Freude gemacht. Gänsehaut pur. Danke!

Den offiziellen Spielbericht gibt’s hier.

Alle Ergebnisse der 2. Bundesliga Nord findet ihr hier.

Fotos: Ronny Edelstein

Vorheriger Beitrag

MSC-Herren reisen zum Tabellenschlusslicht nach Berlin

Nächster Beitrag

Bundesligatennis: In Berlin fehlte das Quäntchen Glück

Ronny Edelstein

Ronny Edelstein

Ein leve Jung

Keine Kommentare

Kommentar