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Knappe Niederlage im Heimspiel gegen Kiel

Zehn Männer, ein Ziel – und der Glaube, dass es noch nicht vorbei ist.

Das Marienburger Team (v. l.): David Korsten, Julius Seifert, Tomas Farjat, Philipp Bosse, Yannic Nittmann, Christian Hansen, John Sperle, Buvaysar Gadamauri, Corentin Denolly und Coach Dirk Hortian.
Nach der bitteren Niederlage in Oldenburg eilte das Kölner Team zurück nach Hause – fest entschlossen, den dritten Saisonsieg einzufahren. Zwei Erfolge auf heimischem Boden hatten sie bereits gefeiert, und alle guten Dinge sind bekanntlich drei. So empfing das Marienburger Team am vergangenen Sonntag, dem 3. August, die Tennisherren des Suchsdorfer SV aus Kiel. Auf Position 7 der Tabelle mussten die Gäste im Kölner Süden alles geben, um dem Abstieg zu entkommen. Denn bislang hatten sie nur einen Sieg auf dem Konto – und das Spiel in Köln war bereits ihr vorletzter Auftritt. Eine weitere Niederlage hätte das Aus bedeuten können.

Wie erwartet, glich der Kieler Kader einer Fremdenlegion: Der erste deutsche Spieler war auf Position 10 gemeldet, in den bisherigen sechs Spielen kam er lediglich dreimal zum Einsatz – in Köln fehlte er erneut.

In der ersten Einzelrunde gelangen den Marienburgern zwei Siege: Gadamauri und Bosse setzten sich durch und schürten die Hoffnung auf den dritten Heimsieg. Doch in Runde zwei gingen alle drei Matches verloren – 2:4.

Die Kölner hatten sich in den Doppeln bislang gut behauptet, aber drei Siege waren eine hohe Hürde. Und dennoch: Die Rechnung ging fast auf. Zwei Doppel wurden gewonnen. Im dritten verlor das MSC-Duo den ersten Satz knapp, schien beim Stand von 40:0 auf dem Weg zum Satzausgleich – doch das Spiel glitt ihnen aus der Hand. Dann der Satz. Dann die Hoffnung auf den Heimsieg. Endstand: 4:5.


Einzelergebnisse:

Corentin Denolly (FRA, 1997) – John Hallquist Lithen (SWE, 2001): 6:1, 3:6, 7:10

Buvaysar Gadamauri (BEL, 2000) – Jürgen Briand (FRA, 1999): 6:2, 6:2

John Sperle (GER, 2002) – Tiago Pires (FRA, 2005): 4:6, 6:3, 6:10

Christian Hansen (GER, 1988) – Thomas Laurent (FRA, 1997): 2:6, 1:6

Yannic Nittmann (GER, 2007) – Adrien Gobat (FRA, 2001): 3:6, 1:6

Philipp Bosse (GER, 2004) – Benjamin Hannestad (DEN, 1997): 3:6, 6:3, 12:10

 

Doppelergebnisse:

Farjat/Bosse – Briand/Pires: 6:3, 7:6 (5)

Sperle/Seifert – Hallquist Lithen/Gobat: 6:4, 3:6, 10:7

Gadamauri/Korsten – Laurent/Hannestad: 3:6, 5:7

 

Endstand: 4:5


Damit ziehen die Suchsdorfer am MSC vorbei – Marienburg bleibt dennoch auf Platz 7 der 2. Bundesliga. Zwei Auswärtsspiele stehen noch aus. Mindestens ein Sieg muss her. Gegen den Tabellenvierten Krefeld am kommenden Freitag scheint das kaum machbar. Bleibt das Spiel in Hamburg am Sonntag. Doch Vorsicht: Der Club an der Alster bezwang zuletzt den Oldenburger TeV mit 9:0. Es bleibt spannend.


Teams in Reihung, Flaggen im Wind – im Forstbotanischen Garten ist alles angerichtet. Die Bühne gehört dem Spiel.

1: Corentin Denolly (FRA, 1997) – John Hallquist Lithen (SWE, 2001)

Aus der Zuversicht im Blick blieb nur noch der Versuch, Haltung zu bewahren. Fair Play bis zum letzten Atemzug: Corentin gratuliert. 6:1, 3:6, 7:10

2: Buvaysar Gadamauri (BEL, 2000) – Jürgen Briand (FRA, 1999)

Schon beim Einschwingen klar, wohin die Reise geht. Aufgezogen wie eine Schweizer Uhr – Gadamauri liefert. 6:2, 6:2

3: John Sperle (GER, 2002) – Tiago Pires (FRA, 2005)

Die Lücke früh gerissen – und nie ganz geschlossen. Der junge Franzose bleibt cool, Johnny muss anerkennen: diesmal kein Durchkommen. 4:6, 6:3, 6:10

4: Christian Hansen (GER, 1988) – Thomas Laurent (FRA, 1997)

Der Plan war da – doch der Gegner war größer. Der Captain gratuliert, schweigend und souverän. 2:6, 1:6

5: Yannic Nittmann (GER, 2007) – Adrien Gobat (FRA, 2001)

Auf der Bank wird beraten – doch Gobat lässt keine Zeit zum Umstellen. Das Match vorbei, bevor die Kamera den Schlusspunkt erwischt. Yannic sieht’s sportlich. 3:6, 1:6

6: Philipp Bosse (GER, 2004) – Benjamin Hannestad (DEN, 1997)

Locker im Auftakt, wach im Tiebreak: PhiBo bleibt stabil. Ein weiteres Ausrufezeichen – und ein klarer Beweis: Talent ist nur die halbe Miete. 3:6, 6:3, 12:10

Doppel: John Sperle / Julius Seifert – John Hallquist Lithen / Adrien Gobat

Der Punkt ist gemacht – für den Moment.
Das zweite Doppel bringt Hoffnung (6:4, 3:6, 10:7), doch das dritte entscheidet alles: 4:5.

 

Grafik & Fotos: Ronny Edelstein

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