MSC Hockey-Jugend goes Amsterdam
38 MSC-Spielerinnen und Spieler, vier Betreuerinnen und zwei Trainer (ein Riesendankeschön an David Höner und Oli Plauk) machten sich Dienstagmorgen in aller Herrgottsfrühe per Reisebus auf den Weg in die niederländische Hauptstadt. Fünf Feldtrainingseinheiten standen auf dem Programm, dazu eine Athletikeinheit und insgesamt fünf Testspiele gegen niederländische Teams.
Nach der Ankunft mittags im Hotel hatten die Mannschaften nicht viel Zeit zu verlieren – um 14 Uhr stand direkt das erste Training auf den Hockeyfeldern des Amsterdamer Traditionsclubs „Pinoke“ auf dem Plan. Zwei niederländische Trainer unterstützten Oli und David – wie auch in allen folgenden Einheiten. Dadurch erlangten die Mädchen und Jungs neue Impulse, erfuhren, was „Aggi“ auf Englisch heißt, und, dass auch international das Laufen ohne Ball eine große Bedeutung hat.
Im Anschluss jagten unsere Trainer die Mannschaften noch durch den angrenzenden Stadtpark.
Zur Belohnung bereiteten die Betreuerinnen schon eine große Pastaparty im Hotel vor. In Sachen Hockey endete der Tag hier. In punkto Abendgestaltung war der Tag noch lange nicht zu Ende. Vielen Dank hier nochmals an die Betreuerinnen, die Freiheiten gewährten, aber wenn nötig auch Leitplanken schufen, wenn es um die Umsetzung der Regeln ging.
Per Bus und Bahn ging es Mittwochmorgen wieder zur Hockeyanlage – bei obszön schönem Wetter. Nach knapp zwei Stunden Training fuhren wir mittags zu einem Stadtbummel in die Innenstadt, bevor am Abend Testspiele gegen den Süd-Amsterdamer Club aus „Abcoude“ anstanden – sozusagen der Amsterdamer MSC. Alle Beteiligten waren sich nachher einig: Die Spiele waren toll – was aber hier in Erinnerung bleiben würde, war die Gastfreundlichkeit des Heimvereins. Sie empfingen uns mit Saft und Waffeln, zur Begrüßung auf dem Feld gab es Geschenke und zum Abschied noch ein gemeinsames Abendessen. Liebe „Abcouder“ – falls das hier jemals jemand von Euch liest:
Bedankt en tot ziens!!!
Donnerstag – nächste Trainingseinheit und das nächste Highlight: Parallel zu uns waren auch die Spieler der ersten Herren-Mannschaft von Pinoke auf der Anlage. Und so kamen wir in den Genuss nicht nur drei deutsche Nationalspieler beim Trainieren beobachten zu können. Die gesamte Profi-Mannschaft nahm sich sogar noch die Zeit für ein gemeinsames Gruppenfoto mit unseren Teams.
Ein Strandbesuch am Nachmittag in Nordwijk war der verdiente Lohn für die ersten trainingsintensiven Tage. Der Wettergott war uns wieder hold, und so sah man an diesem Tag ein paar Dutzend Pubertierende in gelb-schwarzen Trikots barfuß durch den Sand flitzen, sich sonnen und – warum auch immer – in einer Baggerschaufel sitzen….
Am Abend standen wieder Testspiele an: Dieses Mal ging es gegen „de Kikkers“. Die niederländischen Organisatoren der Tour bewiesen auch hier ein Näschen für unsere Spielstärke, so dass bei diesen zwei Testspielen wieder Gegner:innen gefunden worden waren, die mit der MSC-Jugend auf Augenhöhe konkurrierten.
Nach drei intensiven Tagen stand der letzte Abend im Hotel bevor. Soll ein ruhiger Abend gewesen sein, heißt es aus den Reihen der Kinder…
Freitagmorgen dann das letzte gemeinsame Frühstück, bevor sich die mittlerweile unter Dauermuskelkater leidenden Spielerinnen und Spieler ein letztes Mal zur größten Hockeyanlage der Welt (nirgendwo sonst gibt es 12 Feldplätze auf einer Anlage) schleppten. Zur Belohnung hatten die Trainer an diesem Tag dann gleich zwei Trainingseinheiten geplant. Und zu guter Letzt gab es Laktat-mäßig noch die Kirsche auf die Sahne: Ein WU16-Freundschaftsspiel gegen die Mannschaft von „Hurley“. Am späten Freitag-Abend rollte der Bus mit – zum Glück allesamt unverletzten – Kindern auf den MSC-Parkplatz.
Pathetisch, ja, und doch trifft dieser Goethe-Satz den Kern der Tour:
„Die höchste Kunst ist, den Zauber der Kindheit im Herzen zu bewahren.“
nach dieser Reise voll ins Schwarze.
Nach unzähligen intensiven Momenten, Schwielen an Händen und Füßen, Hunderten durchgeschwitzten Socken, Lachen und Weinen, Siegen und Niederlagen schließen wir in diesem Sinne ab mit der Antwort eines Spielers auf die Frage, was das Highlight der Tour gewesen sei:
„Der McDonalds vor dem Hotel.“
Text: Dirk Höner, Fotos: privat




































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