Spannender denn je: Tennisherren machen den Klassenerhalt perfekt
Vier Wochen, eine Saison:
Krefeld verpasst – Hamburg muss es richten
Bereits am Freitag hätten sie gegen Krefeld alles klar machen können, doch nach einem 2:4-Zwischenergebnis waren drei Doppel in Folge eine zu hohe Hürde. Kapitän Christian Hansen ging über die Extrameile, musste sich aber geschlagen geben. Auch John Sperle versuchte im zweiten Satz die Kontrolle zurückzuholen, doch sein Gegner verteidigte im Satztiebreak erfolgreich die Führung.
Farjat/Gadamauri lieferten wie gewohnt zuverlässig einen Punkt, die beiden anderen Doppel gingen jedoch knapp an die Gäste. Somit war klar: Der Klassenerhalt musste im letzten Spiel gegen Hamburg her. Ohne Punkte hätte nur noch eine komplizierte Rechnerei auf den hinteren Tabellenplätzen geholfen – und darauf wollte sich niemand verlassen.
Starker Start – und nur noch ein Punkt zum Glück
Am Samstag gab’s das erste Selfie aus dem Hamburger Bahnhof. Coach Dirk Hortian reiste mit dem kompletten Team an – bereit, Geschichte zu schreiben.
Die erste Einzelrunde am Sonntag begann vielversprechend: Tomas Farjat (ARG, 2001) und Lorenzo Bocchi (ITA, 1997) punkteten souverän. Nikolay Vylegzhanin (RUS, 2000) kämpfte sich nach verlorenem ersten Satz zurück, unterlag aber im Matchtiebreak.
In der zweiten Einzelrunde wollten Corentin Denolly (FRA, 1997), Buvaysar Gadamauri (BEL, 2000) und John Sperle (GER, 2002) den Sack zu machen. Corentin unterlag knapp nach zwei Satztiebreaks, während Buvaysar und Johnny ihre Matches im Matchtiebreak holten. 4:2 – jetzt fehlte nur noch ein Doppelpunkt.
Doppel zwei schreibt die Geschichte
Coach Hortian stellte auf: Denolly/Farjat, Gadamauri/Sperle und Bocchi/Seifert. Eine mutige Wahl – das erste Doppel hatte in dieser Konstellation schon einmal verloren, die anderen beiden spielten erstmals zusammen. Hamburg holte Doppel eins und drei. Damit lastete alle Hoffnung auf Doppel zwei.
Und dann kam die Szene des Tages: 40:0 nach 7:5 und 5:1 – drei Matchbälle! Um 17:40:09 war klar: Das lassen sie sich nicht mehr nehmen. Mit 6:1 im zweiten Satz machten Gadamauri/Sperle den Klassenerhalt perfekt.
Bilanz mit Happy End
Bilanz: Drei Siege in acht Spielen. In Oldenburg mussten die MSCer in die Halle – klarer Vorteil für die Gastgeber. Gegen Kiel gab es zwei bittere Niederlagen im Matchtiebreak, Begegnungen, in denen mehr drin gewesen wäre. Am Ende aber zählt nur eins: Mit 6:10 Punkten sichern sich die Kölner Rang 6 und bleiben verdient in der 2. Bundesliga. Jetzt geht’s in die wohlverdiente Sommerpause – 2026 greifen sie wieder an. Respekt, Männer!
Grafik und Photos: Ronny Edelstein (Archiv)










































Keine Kommentare