2014Tennis

Herren 40+/- vs Rodenkirchener TC: Ein Dauerderby.

Alles, was sich jährlich mehr als zwei Mal wiederholt, wird zur Tradition. So also auch unser fünftes Lokalderby unser MSC-Herren 40 gegen den Rodenkirchener TC. Wir, angehaucht mit einem leichten Touch 30er-Jugend, gegen die Rodenkirchener 40+/-, die ihr Team mit den Besten der Besten gefüllt hatten.

Doch: Bisher haben wir noch nie gegen Rodenkirchen gewonnen. Dieses Jahr aber zeigten wir viel Fingerspitzengefühl und haben uns mit Geheimwaffen wie Georg Schmitz verstärkt. Auch das wiederholte, konsequente Einsetzen von unserem Jüngling Michael Krieg hat endlich Früchte getragen. Nur folgerichtig, dass wir nun aus dem Derby als Sieger herausgingen – auch, wenn uns das nur mit Ach und Krach gelang.

Die Rollenverteilung war ganz klar definiert: Rolf Beyerling spielt diesen Frank Schütt schwindelig, der nach durchfeierten Nächten eh schon schwindelig war. Aber trotzdem: Rolf konnte seine Vorteile nicht ausspielen. Also sollte Frank Linnartz den langen „Piete“ Pieter-Jan Kaas noch länger machen – denn das kann Frank am besten und tut das ohnehin mit jedem. Also, eine Kleinigkeit für Frank gegen diesen Holländer. Rudy Jeschenko soll nur im ersten Satz sehr gut spielen, aber knapp verlieren. Im Tiebreak, versteht sich. Den zweiten Satz soll er dann aber verschenken, und hin und wieder mal „What a Match!“ rufen. Reine Routine. Georg Schmitz ist unser Netz-Lasso-Spezialist. Also ab nach vorn, laut schreien und dann die Siegerfaust ballen. Normal. Michael Krieg soll seine Jugend vorspielen, irgendwie wird’s wohl gehen. Und Meine Wenigkeit soll die Zerrung des Gegners wieder richtig auffrischen und ihm mit Stops und Lobs die Lust am Samstag verderben. Hat auch geklappt. War auch klar, die Taktik war schließlich perfekt.

Wie wir in dem letzten Doppel, Linnartz/Edelstein vs. Schütt/Reintgen, aus einer 5:0-Führung den ersten Satz mit 5:7 verlieren konnten, das will Frank auch heute noch nicht so recht verstehen ­– und gehörte definitiv nicht zu unserem Plan. Aus meiner Sicht kann ich behaupten, dass man ja leicht die Orientierung verlieren kann, wenn man drei Franks auf einem Platz Doppel spielen sieht. Das war vielleicht die Erklärung. Und dass wir den zweiten Satz hinterher auch noch mit 0:6 verloren hatten, kann ich mir nur so erklären: Die androhende Dunkelheit mit begleitendem Gewitter war im Anmarsch. Dem mussten wir schließlich entgehen. Das klappte: Denn just mit dem letzten Ballwechsel konnten wir unsere zarte Haut und unseren knapper 5:4-Gesamtsieg in Sicherheit bringen.

Es war ein gelungener Nachmittag und Abend, manche Ehefrauen kamen hinzu, wir haben lecker gegessen und insgesamt eine schöne Zeit zusammenverbracht. Danke an unsere Rodenkirchener Freunde, wir freuen uns auf 2015: Da sind wir bei denen zu Gast.

Ronny Edelstein

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