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Sechs-Punkte-Wochenende: 1. Herren gewinnen doppelt

Unsere 1. Hockeyherren  spielen das perfekte Doppel-Wochenende – und feiern gegen den Gladbacher HTC und beim Klipper THC Hamburg zwei ganz wichtige Siege. Am Freitagabend hatten unsere 1. Herren den Gladbacher HTC zum Nachholspiel geladen. Gegen den Tabellenvierten sorgten Moritz Wierlemann mit einem Hattrick und Hendrik Schulte-Huermann für einen umjubelten 4:3-Heimsieg. Am gestrigen Sonntag dann legten unsere Hockey-Jungs noch einmal nach: Beim direkten Konkurrenten Klipper THC Hamburg zeigten unsere MSCer eine fast durchweg überzeugende Leistung – und gewannen hochverdient mit 5:3. Dank der sechs Punkte katapultieren sich unsere 1. Herren nun ins Tabellenmittelfeld. Ideal für die im Frühjahr 2021 anstehende Abstiegsrunde.

Stark präsentierten sich unsere 1. Hockeyherren in der bisherigen Rückrunde der aufgrund der Coronapandemie verlängerten Feldsaison 2019/20/21. Noch im vergangenen Herbst tasteten sich unsere MSC-Jungs langsam an die neue Aufgabe 2. Bundesliga heran. Trotz teilweise guten Leistungen fehlte am Ende die Erfahrung – und damit die nötige Punktausbeute. Mit drei Zählern aus neun Hinrundenspielen lagen unsere 1. Herren ein wenig abgeschlagen am Tabellenende. Das sollte sich dank einer starken Rückrunde nun ändern.

Im Sommer teilte der Deutsche Hockey-Bund (DHB) mit, die während des Corona-Lockdowns unterbrochene Saison fortzuführen: mit einer Rückrunde im Herbst 2020 und einer anschließenden Aufstiegs- und Abstiegsrunde im Frühjahr 2021.

Ja, der neue Modus schien unseren 1. Hockeyherren entgegenzukommen. Mit dem Ziel, für die Abstiegsrunde den Abstand aufs Tabellenmittelfeld zu reduzieren, gingen unsere MSCer Anfang September in die Rückrunde. Doch was sie zeigten – das war vielmehr: eine Leistung eines Zweitliga-Spitzenteams.

Nach dem Rückrunden-Auftaktsieg beim THK Rissen in Hamburg, folgten gegen den DHC Hannover und Schwarz-Weiß Köln zwei weitere wichtige Siege gegen Teams aus dem unteren Tabellenmittelfeld. Bereits vor den zwei abschließenden Spielen am vergangenen Wochenende war klar: Unsere 1. Hockeyherren hatten ihre Ausgangsposition nach der durchwachsenen Hinrunde deutlich verbessert.

Verdienter Heimsieg gegen Gladbach

Und dennoch: Ein wenig Druck lastete noch immer auf ihnen. Denn gerade wegen den starken Leistungen war die Chance größer denn je, sich für die Abstiegsrunde in eine perfekte Ausgangsposition zu spielen. Den Grundstein dafür wollten unsere 1. Herren am vergangenen Freitag im Nachholspiel gegen den Gladbacher HTC legen. Mit Erfolg.

Durchaus fokussiert starteten unsere Hockey-Jungs in die Partie gegen den Tabellenvierten vom Niederrhein. Bereits in der achten Minute erzielte Moritz Wierlemann die frühe, aber zu diesem Zeitpunkt verdiente Führung. Die Gladbacher Gäste zeigten sich ob ihrer Erfahrung jedoch wenig beeindruckt. Drei Minuten später egalisierten sie den frühen Rückstand (10. Minute) – und drehten mit Beginns des 2. Viertels die Partie (17.).

Dann aber begann die Wierlemann-Show. Mit seinen Treffern zwei (19.) und drei (21.) des Tages brachte er unsere 1. Herren zurück auf die Siegerstraße. „Unser zweites Viertel war schon sehr gut“, sagte unser Herrentrainer Simon Starck nach dem Spiel. „Doch fast noch stärker fand ich uns im dritten.“ In diesem markierte Hendrik Schulte-Huermann die zwischenzeitliche 4:2-Führung. Mehr als verdient, denn „wir haben es verpasst, uns sogar noch weiter abzusetzen.“

Das ermöglichte den Gästen des Gladbacher HTC ein kleines Comeback: Nach einer Unaufmerksamkeit kam der Tabellenvierte zu einer Strafecke – und verwandelte diese zum 3:4-Anschlusstreffer. Anschließend drängten die Gäste auf den Ausgleich. „Doch wir sind stabil geblieben“, war Simon Starck mehr als zufrieden mit der Leistung seines Teams. Am Ende gewannen unsere 1. Herren verdient.

Dank des Sieges verließen unsere MSCer bereits am Freitagabend erstmals die Abstiegsplätze – bis Sonntagmittag die Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt überraschten. Unerwartet gewann Schwarz-Weiß Köln beim Tabellenführer Düsseldorfer HC mit 2:0, während der DHC Hannover den DSD Düsseldorf 3:2 schlug. Auch der Tabellenletzte THK Rissen kam im Heimspiel gegen den Tabellenzweiten Blau-Weiß Köln zu einem 2:2-Unentschieden. Plötzlich war ein Sieg unserer 1. Herren gegen den Tabellensechsten Klipper THC Hamburg für eine gute Ausgangsposition vor der anstehenden Abstiegsrunde fast schon Pflicht.

Die Konkurrenz siegt, der MSC legt nach

Mit großem Willen starteten unsere 1. Herren in Hamburg ins letzte Rückrundenspiel der Saison. Gleich zu Beginn pressten sie Gastgeber Klipper THC frech an. Mit Erfolg: In der achten Minute stand Moritz Wierlemann nach einer Strafecke goldrichtig – und staubte mit seinem 13. Saisontor zur früheren 1:0-Führung ab. Fünf Minuten später erhöhte Malte Hirtz gar auf 2:0 (13.).

Unsere MSCer überzeugten auf ganzer Linie – aber ließen Klipper nach Anpfiff des zweiten Viertels trotzdem zum 1:2-Anschluss kommen. Nach einer kurzen Verschnaufpause fanden unsere 1. Herren dann aber wieder zu sich. Caspar Berbuer (28.) und erneut Malte Hirtz (31.) brachten unsere Hockey-Jungs schließlich mit 4:1 in Front. Kurz darauf markierte Lennard Schulte-Huermann gar das 5:1 – vermeintlich. Die Schiedsrichter entschieden auf Stürmerfoul und erkannten das Tor ab.

Im nun monsunartigen Regen kam Klipper immer besser ins Spiel. In der 43. Minute verkürzten die Gastgeber auf 2:4, in der 47. Minute dann auf 3:4. Nervös machte dies unsere 1. Herren jedoch nicht. Kurz vor dem Abpfiff entschied Marvin Linnartz per Strafecke zum 5:3-Endstand das Spiel vollends.

„Wir haben in der Rückrunde einen Koffer voller Punkte gesammelt, nachdem wir in der Hinrunde als Aufsteiger noch Lehrgeld bezahlt hatten“, sagte MSC-Trainer Simon Starck. Mit nun 18 Punkten gehen unsere 1. Hockeyherren kommendes Frühjahr als zweiter des Pools – punktgleich mit dem ersten Schwarz-Weiß Köln – in die Abstiegsrunde. Eine fast perfekte Ausgangssituation also. (Foto: dur)

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Tillmann Becker-Wahl

Tillmann Becker-Wahl

Im MSC für die Kommunikation, Berichterstattung und Social Media verantwortlich. Wenn Tillmann nicht für die Hockeyherren auf dem Platz steht oder seine Tennisschuhe schnürt, dann studiert er in Köln BWL. Er hat zudem eine zweineinhalbjährige Ausbildung an der Kölner Jouranlistenschule genossen - unter anderem mit Stationen bei SPIEGEL ONLINE und dem Hamburger Abendblatt. Ein echter Content-Experte. Kürzel: tbw.

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